UNSERE LESEEMPFEHLUNG FÜR SIE

SIE SUCHEN NOCH DAS PASSENDE BUCH? WIR BERATEN SIE GERNE!
Manuela Ronning empfiehlt…
Unter Wasser Nacht
Kristina Hauff

In den Elbauen im Wendland leben zwei Paare auf einem idyllischen Hof zusammen. Doch ihre einst enge Freundschaft ist zerbrochen. Thies und Sophie trauern um ihren Sohn Aaron, der unter ungeklärten Umständen ertrank. Allein mit ihren Schuldgefühlen müssen sie Tag für Tag Ingas und Bodos scheinbar perfektes Familienglück mit ansehen. Bis ein Jahr nach Aarons Tod eine Fremde in den Ort kommt…

Ein Roman, eine Familiengeschichte oder ein Krimi? Alles drin!

Hier gibts das Buch!


Manuela Ronning empfiehlt…
Deutschland schafft mich
Michel Abdollahi

Von Deutschlands „Super-Vorzeige-Migranten“ zum Hassobjekt der Rechten
Der Journalist Michel Abdollahi ist ein echter „Hamburger Jung“ – so dachte er jedenfalls von sich. Bis die AfD in die Parlamente einzog und die gesellschaftliche Debatte radikal veränderte. Auf einmal sind Menschen mit schwarzen Haaren „Vergewaltiger“ und „Kopftuchmädchen“, jeder Muslim ein „Bombenleger“.
Michel Abdollahi erzählt davon, wie ihn sein deutscher Pass und seine scheinbar vorbildliche Integration heute nicht mehr vor rassistischen Übergriffen und Beleidigungen bewahren, zeigt aber auch, dass Aufgeben keine Option ist.
Michel Abdollahi ist mir in einer Talkshow aufgefallen, weil er so aufmerksam zuhört und auf verbale Angriffe eine besondere Art der Antworten hat: Er lässt sich nicht provozieren!
Das Buch ist erschreckend und darum so wichtig gelesen zu werden! 

Hier gibts das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Julie Clarke
Der Tausch

Clare kann nicht mehr.
Sie hat alles vorbereitet, um ihren gewalttätigen Ehemann heimlich zu verlassen.
Sie möchte ihre Identität ablegen, mit falschem Ausweis wegfliegen und ein neues Leben beginnen. Als ihr Plan schon zu scheitern scheint, bekommt Sie eine Chance: Eva ist bereit, mit ihr das Ticket zu tauschen, sodass Claire doch noch wegkann und sich in Evas Haus zurückziehen kann.
Doch dort angekommen ist alles anders als erwartet.

Die Geschichte reißt mit und lässt einen nicht los. Spannend erzählt mit intelligenten Wendungen.

Hier gibt’s das Buch!


Manuela Ronning empfiehlt…
Die Verlorenen
Stacy Halls

London 1754: Die junge Bess Bright, die in bitterer Armut, im Schlamm und Dreck der Londoner Armenviertel aufgewachsen ist, findet sich von einem Moment zum anderen in einem Alptraum wieder.
Vor sechs Jahren musste sie ihre gerade zur Welt gekommene Tochter Clara ins Waisenhaus geben, außerstande, sie zu ernähren. Jetzt, da sie Clara endlich zu sich holen kann, sagt man Bess, dass ihre Tochter schon längst abgeholt wurde.

Ein toller, leicht zu lesender historischer Roman. Wunderschönes Cover!

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Bettina Gehle empfiehlt…
Moritz Heger
Aus der Mitte des Sees

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen.

Vor gut 15 Jahren ist Lukas hier eingetreten, junger Hoffnungsträger für die überalterte Gemeinschaft. Nun ist sein bester Freund ausgetreten, um eine Familie zu gründen – und ihm wird eine Führungsposition angetragen.
14 Tage begleitet der Leser Lukas, nimmt teil an seinem inneren Monolog über Lebensentscheidungen, Freundschaften, Liebe, Zweifel und nicht zuletzt seine Zukunft.

Ein sehr schönes, unspektakuläres, klischeefreies und vor allem auch leichtes Buch mit vielen interessanten Gedanken.

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Manuela Ronning empfiehlt…
Klara Jahn
Die Farbe des Nordwinds

Als Kind hat Ellen mit ihrer Mutter kurz auf einer Hallig gelebt. Nun kehrt sie zurück auf dieses merkwürdig vertraute Fleckchen Marschland. Und zu Liske, die damals wie eine Schwester für sie war. Ihre Annäherung wühlt alte Konflikte wieder auf, doch Ellen lässt sich nicht entmutigen, denn für sie ist klar: hier gehört sie hin!

Zwei Frauen, die sich annähern müssen, Umweltschutz auf einer Hallig und eine die Geschichte des ersten Deichbaus auf einer Hallig. Gekonnt zu einem tollen Roman verwoben!

 

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Bettina Gehle empfiehlt…
Sofia Segovia
Das Flüstern der Bienen

Mexiko zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Erzählt wird die Geschichte der Gutsbesitzerfamilie Morales vor dem Hintergrund des mexikanischen Bürgerkrieges und der Spanischen Grippe 1918. 
Ein besonderes Mitglied dieser noblen Familie ist das Findelkind Simonopio, einst bedeckt und geschützt von einem Bienenschwarm aufgefunden. Eine entstellende Gaumenspalte hindert ihn am Sprechen, doch immer wieder erweist sich der Bienenjunge als „hellsichtig“ und kann seine Familie vor  größerem Unglück bewahren – vorerst …

Großartige Geschichte, mal heiter mal melancholisch mit viel Liebe und ein bisschen Magie erzählt – ein Herzensbuch!

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Manuela Ronning empfiehlt…
Alena Schröder
Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid

In Berlin tobt das Leben, nur die 27-jährige Hannah spürt, dass ihres noch nicht angefangen hat. Ihre Großmutter Evelyn hingegen kann nach beinahe hundert Jahren das Ende kaum erwarten. Ein Brief aus Israel verändert alles. Darin wird Evelyn als Erbin eines geraubten und verschollenen Kunstvermögens ausgewiesen. Die alte Frau aber hüllt sich in Schweigen. Eine bewegende generationenübergreifende Familiengeschichte, die noch lange nachhallt!

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Dolly Alderton
Gespenster

Nina ist 32, Single und erfolgreiche Kochbuch Autorin in London.
Als sie nach einer Trennung grade hofft, Jemanden Neues kennenzulernen, verändert sich einiges in ihrem Leben.
Der Vater leidet zunehmend an Demenz, ihr Exfreund heiratet.
Und wo ist ihr frischgebackener neuer Freund plötzlich hin?

Nachdenklich und doch nicht schwer, ein Buch, das packt!

Hier gibt’s das Buch!


Bettina Gehle empfiehlt…
Joël Dicker
Das Geheimnis von Zimmer 622

Nachdem sein langjähriger Verleger gerade verstorben und auch eine neue Liebe gescheitert ist, sucht der berühmte Schriftsteller Joël Dicker in einem  Luxushotel in den Schweizer Bergen Erholung.

Ihn irritiert die benachbarte Zimmernummerierung, 621b statt 622 – und er stößt auf ein wohlgehütetes Geheimnis: in Zimmer 622 geschah vor Jahren ein Mord…..

Was darauf folgt ist ein irrsinniges, durchaus vergnügliches Verwirrspiel um Liebe und Intrigen in einer Schweizer Privatbank, erzählt auf mehreren Zeitebenen. 

Der neue Dicker hat großartigen Unterhaltungswert, sollte aber nicht zu ernst genommen werden.

 

Hier gibt’s das Buch!


Manuela Ronning empfiehlt…
Mareike Krügel
Schwester

Lone liegt nach einem Unfall im Koma, und ihre Schwester Iulia ist gezwungen, einige ihrer Aufgaben als Hebamme zu übernehmen. Sie beginnt nachzudenken, über ihre Familie und die Männer, über Vertrauen und die gemeinsamen Erlebnisse – nicht zuletzt auch über das Leben, das sie selbst seit Jahren führt: als Frau des Pastors und Angestellte in einer Sparkasse.

Absolute Leseempfehlung!
Die Personen sind liebevoll beschrieben, die Dialoge lebendig und humorvoll. Die Autorin erzählt von couragierten und tapferen Frauen, die sich in Krisenzeiten gegenseitig unterstützen und beistehen. Sie lässt sie u. a. über Schwangerschaft und Geburt berichten und über das, was in Kreißsälen passiert und selten außerhalb zur Sprache kommt. Vor allem aber erzählt sie die anrührende Geschichte zweier Schwestern.

Das ist mein Lieblingsbuch in diesem Frühjahr!

Hier gibt’s das Buch


Christina Risken empfiehlt…
Monika Helfer
Vati

Der Vater war der Erzählerin immer fremd geblieben.
Jetzt, ein Jahrzehnt nach seinem Tod, wagt sie sich daran, von ihm zu erzählen.
Wie er als einarmiger Versehrter eine Frau fand. Von seiner Liebe zu Büchern, dem Aufwachsen mit ihm und dem frühen Verlust der Mutter.

Nach der „Bagage“ und der Erzählung um die Familie der Mutter setzt hier die Erzählerin fort mit der Geschichte des Vaters. Offensichtlich stark autobiographisch geprägt, schreibt Monika Helfer konsequent weiter. Man kann aber problemlos neu einsteigen.

Wieder gelingt es ihr, fesselnd zu erzählen.
Es geht nicht um den großen Effekt , sie schildert sehr menschlich und eindringlich.
Erneut ein kleines besonderes Buch!

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Ewald Arenz
Der große Sommer

Der erste Sprung vom 10 Meterbrett, die erste Liebe, das erste Unglück. Die Zeichen auf einen entspannten Sommer stehen schlecht für Frieder: Nachprüfungen in Mathe und Latein. Damit fällt der Familienurlaub für ihn aus. Ausgerechnet beim strengen Großvater muss er lernen. Doch zum Glück gibt es Alma, Johann und Beate, das Mädchen im flaschengrünen Badeanzug. 

In diesen Wochen erlebt Frieder alles: Freundschaft und Angst, Respekt und Vertrauen, Liebe und Tod. Ein großer Sommer, der sein ganzes Leben prägen wird.

Ich würde unsere Regale am liebsten mit ›Der große Sommer‹ von Ewald Arenz vollstellen.

Von dem ersten Satz bis zur letzten Zeile – Chapeau Herr Arenz – ganz wunderschön!

 

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Nadine Bihlmayer empfiehlt …
Benedict Wells
Hard Land

Der 15-jährige Außenseiter Sam lebt in einer Kleinstadt, sein Vater ist arbeitslos, seine Mutter todkrank und er irgendwie ganz alleine ohne Freunde…. Seine Sommerferien versprechen einsam zu verlaufen. Als Sam jedoch einen Ferienjob in einem kleinen Kino bekommt, die Mitarbeiter seine Freunde werden und er sich zum ersten Mal verliebt, ändert sich sein Leben. Nach und nach entwickelt sich in Sams Leben immer mehr und er findet zu sich.
 
Auch dieser Roman von Wells hat mir ziemlich gut gefallen. Ich finde man kann diesen sehr gut auch Jugendlichen empfehlen oder als Konfirmationsgeschenk anbieten.
 

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Peter Mohlin, Peter Nyström
Der andere Sohn

Ein ehemaliger FBI Agent muss in den Zeugenschutz. Er geht nach Schweden in eine Cold Case Einheit um den Mordverdacht gegen seinen Halbbruder zu untersuchen.

Der Krimi ist ein viel versprechender Auftakt zu einer neuen schwedischen Serie – gut und spannend zu lesen – hat mir sehr gefallen.

 

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Hubert Achleitner
flüchtig

Maria ist verschwunden. Ihr verlassener Ehemann Herwig versucht herauszufinden, was passiert ist.
Langsam erfahren wir mehr über die Vergangenheit des Ehepaars und Marias Motive, aus allem abzubrechen. Ein Roadtrip mit interessanten Charakteren.
Achtern erzählt wahnsinnig vielfältig und zeichnet die Figuren genau und authentisch.
Ein beeindruckender Roman, der ganz unterschiedliche Personen miteinander verbindet, die alle ganz eigene Lebenswege beschritten haben.
Für die Volksmusik Fans: der Liedermacher Hubert von Goisern legt hier unter seinem bürgerlichen Namen ein beachtliches  Debüt vor! 

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Eva Sichelschmidt
Bis wieder einer weint

Die Rautenbergs: die Geschichte einer westdeutschen Unternehmerfamilie und ihres Verfalls. Als Wilhelm und Inga sich kennenlernen, sitzt Adenauer noch im Kanzleramt. 
Arzttochter Inga ist eine Schönheit und Wilhelm, der erfolgreicher Dressurreiter, die beste Partie. Doch kurz nach der Geburt des zweiten Kindes stirbt Inga. Die ältere bleibt beim Vater, die jüngere Tochter wird zu den Großeltern mütterlicherseits gegeben. Dort wächst sie behütet auf. Aber die sozialen Beziehungen klappen nicht. Im Kindergarten und auch später in der Grundschule kommt sie mit den Kindern nicht zurecht.

In diesem Roman wird der Bevölkerung sehr genau aufs Maul geschaut. Ich habe die Aussprüche der Erwachsenen gleich wieder im Ohr gehabt.

Sehr gut erzählter Familienroman.

 

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
David Zalay
Turbulenzen 

Eine Weltreise im schmalen Format- voller Persönlichkeiten und Ihren Erfahrungen.

Wir folgen in kurzen Episoden verschiedenen Personen auf ihrem Weg. Die Kapitel sind nach Flugverbindungen benannt. Jemand fliegt irgendwohin und wir lernen in jedem Kapitel diese Person besser kennen. Darauf aufbauend geht es weiter und so lesen wir in einem bunten Reigen persönliche Geschichten rund um die Welt, elegant miteinander verwoben – jede für sich bedeutsam. 

Ein Buch für alle Reisehungrigen, aber vor allem für jene, die sich auf Vielfalt einlassen. Viele Orte, viele Probleme.

So packend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.

 

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Ellen Elbracht empfiehlt…
Jan Seghers
Der Solist

Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner Sondereinheit Terrorabwehr, die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Die Bundestagswahlen stehen bevor, in der Hauptstadt hat sich die Gefährdungslage drastisch verschärft. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie Özdal kooperiert mit ihm. Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein junger jüdischer Aktivist, das Zweite eine bekannte muslimische Anwältin, weitere folgen. Was verbindet die Fälle? 

Nach langer Zeit mal wieder ein Roman von Jan Seghers – nach wie vor gut und politisch brisant – sehr zu empfehlen! 

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Heinrich Steinfest 
Der Chauffeur

Paul Klee hat ein Jurastudium abgebrochen und arbeitetet lange Zeit als Chauffeur. Nach einer Fehlentscheidung, die sein Leben aus der Bahn warf, sattelt er um auf Hotelier.
Er hat es geschafft – in seinem Hotel gibt es ›das perfekte Frühstück‹.
Doch dann kommt wieder alles anders und letztlich ist er auf sich allein gestellt und muss ein Verbrechen aufklären. 

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Peter Stamm
Wenn es dunkel wird

Endlich neue Geschichten von Peter Stamm. 
Er schafft es, auf wenigen Seiten seine Charaktere einzuführen und zugleich an ihre Grenzen zu führen.
In diesem Band manchesmal an der Grenze der Realität, aber immer mit viel Einfühlung, Sinn und Verstand. 

Großartig!

 

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Odile d’Oultremont
Das Mädchen mit den meerblauen Augen 

Ein kleines Dorf in der Bretagne, der Vater von Anka war hier Fischer, sie teilt mit  ihm die Begeisterung fürs Meer. Nachdem er auf See umkommt, müssen ihre Mutter und sie mit dem Verlust umgehen. Sie wählen unterschiedliche Wege. Ankas aufkeimende Wut führt zu Unstimmigkeiten in ihrem Beruf. Ab sofort bekommen die Fischer des Ortes täglich viel Suppe mit an Bord – Ankas Mutter versucht, die Trauer wegzukochen.
Zur gleichen Zeit beginnt Marcus als Kranführer in dem kleinen Ort zu arbeiten. 
Ganz allmählich kreuzen sich die Wege dieser Personen – anders als erwartet.

Vorsicht: Vom Cover und dem Titel sollte man sich nicht täuschen lassen. Kein romantisch seichter Roman, sondern ein Buch, das den Leser ganz und gar packt. 

Man wird reingezogen, tragisch und intensiv. Vergebliche Liebe und Verlust, Trauer und Einsamkeit. Aber auch wunderschöne Momente und kleine Lichtblicke. Also rundum ein Lesevergnügen.

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Robert Seethaler
Der letzte Satz 

Gustav Mahler befindet sich auf einem Schiff von Amerika nach Deutschland. Körperlich stark angeschlagen erinnert er sich an wichtige Episoden seines Lebens.

Ein kleines Buch für alle Freunde von Musik und der schönen Sprache. 

Für Mahler Kenner ein besonderes Vergnügen, für alle Seethaler Leser mal wieder ein Sprachereignis auf wenigen Seiten.

 

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Lutz Seiler
Stern 111

Nach dem Mauerfall – die Familie Bischof  bricht auf: Die Eltern planen – eigentlich getrennt voneinander – endlich in den Westen zu reisen.
Der Sohn Carl soll das Haus in Gera einhüten. Das verlässt er schnell und reist gen Berlin. Hier gerät er in ein Kollektiv von Hausbesetzern, findet seine Jugendliebe  wieder und verliert sie. Er ist Handwerker und Literat. 

Ein Außenseiter der aber Anschluss findet. Und der Schiguli ist immer dabei. 
Ein Roman über die Zeit unmittelbar nach der Wende. 
Ein Wiedersehen mit „Kruso“ und Edgar aus Seilers Debüt Roman und noch viel mehr.

Von Ziegen und Jugendlieben, verpassten  Hoffnungen und großen Reisen. 

 

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Marianengraben
Jasmin Schreiber

Ich mag diese Bücher über zwei Personen, die sich über den Tod und das Sterben kennenlernen und austauschen.

Die junge untröstliche und die alte abgeklärte Figur sind in diesem Roman glaubwürdig und liebevoll skizziert.

Dieser Roman eignet sich auch gut für Menschen, die als Sterbebegleiter arbeiten. 

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Anna Katharina Hahn
Aus und davon

Cornelia braucht eine Auszeit. Ihr Mann hat beschlossen, die Familie zu verlassen und nach Griechenland zurückzukehren, ihre Kinder bereiten ihr auch Sorgen.
Großmutter Elisabeth bleibt während ihrer Abwesenheit bei den Kindern in Stuttgart, auch sie ist grade aus ihrem Alltag geworfen worden. Mit über 70 hat ihr Mann sie verlassen – nur seine Tauben sind noch da.
Zudem erfahren wir mehr über die Urgroßmutter, die einst in die USA ging, um dort als Hausangestellte zu arbeiten.

Anna Katharina Hahn erzählt vom tristen Alltag einer Familie, die ins gesellschaftliche Abseits gerät. Kurzweilig und hintergründig, ein Lesevergnügen mit Niveau.

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Belmonte
Antonia Riepp

Eine Gärtnerin, die ihre Wurzeln nicht kennt. Ein Skandal, der die Vergangenheit bestimmt.  Eine Liebe zu Italien, die niemals endet. Als ihre Großmutter Franca überraschend stirbt, erbt Simona deren Elternhaus in den italienischen Marken, von dessen Existenz sie bis dahin nichts wusste. Die junge Landschaftsgärtnerin aus dem Allgäu, ein Gastarbeiterkind der dritten Generation, macht sich auf in das ferne Belmonte, ein verträumtes, mittelalterliches Dorf, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Dort findet sie Aufzeichnungen mit Francas Lebensbeichte und folgt, gegen alle Widerstände, den Spuren ihrer Vorfahren, bis sie am Ende eine erschreckende Wahrheit enthüllt.

Ein toller Schmöker für Leser von „Bella Germania“ und ähnlichen Titeln.

Hier gibt’s das Buch!


Julia Sandmann empfiehlt…
Liza Marklund
Die Perlenfarm

Kiona ist auf den Cookinseln aufgewachsen, sie arbeitet als Freitaucherin für die elterliche Perlenfarm, als 1990 eine beschädigte Yacht auf ein Riff aufläuft. An Bord befindet sich der schwerverletzte Schwede Eric. Kiona pflegt ihn nicht nur gesund, sie verliebt sich und geht eine Beziehung mit ihm ein. Eric schweigt sich über seine Vergangenheit aus, er scheint etwas verbergen zu wollen. Als einige Jahre später bewaffnete Männer auftauchen und ihn von der Insel holen, hält es Kiona dort nicht mehr lange aus. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Mann.

Die Geschichte, die als Roman im Paradies beginnt, entwickelt sich zu einem spannenden Wirtschaftskrimi.

Hier gibt’s das Buch!


Manuela Ronning empfiehlt …
Fuck the Falten
Sabine Fuchs und Uli Heppel

Uli Heppel und Sabine Fuchs, die erfolgreichen Bloggerinnen schreiben ehrlich, offen, unterhaltsam und zum Nachdenken anregend in diesen Texten über das Älterwerden, die Freundschaft, das Frau sein ohne albern oder gewollt lustig zu sein.

Lesenswert!

Hier gibts das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Sommergäste
Agnes Krup

Ein Abenteuerroman? Nein
Eine Liebesgeschichte? Nein
Ein schön erzählter, biographischer Roman? Ja!

In den 20er Jahren verbringen die Schriftstellerin Charlotte und ihre als Sekretärin getarnte Lebensgefährtin Ellen den Sommer auf einer kleinen kanadischen Insel.
Sie lernen dort den Ornithologen Crawford Maker kennen. Er arbeitet auch als Präparator und Ellen – Bildhauerin – ist von dieser Arbeit fasziniert und lässt sich von ihm in diese Kunst einweisen.
Maker bekommt die Möglichkeit, an einer Expedition nach Belgisch Kongo teilzunehmen und bittet die Frauen, als Reisejournalistin bzw. Gehilfin mitzufahren.
Der Roman ist angelehnt an die Biographien der Schriftstellerin Willa Cather und des Ornithologen Allan Moses.

Er hat mir sehr gut gefallen!

Hier gibt’s das Buch


Kristina Temme empfiehlt…
Schockraum
Tobias Schlegl

Dieses Buch bietet die Lobby für den Notfall Rettungsdienst. Sehr mitreißend wird von Kim, dem Sanitäter und seinen Einsätzen zwischen Leben und Tod erzählt. 
Tobias Schlegl gibt Einblicke hinter die Kulissen des Dienstes und zeigt auch die Probleme auf, mit denen die Mitarbeiter im Alltag zu kämpfen haben. 
Eine Geschichte zwischen Freundschaft und Liebe, die sehr spannend, intensiv und schnell geschrieben ist. Man will unbedingt wissen, wie es Kim weiter ergeht und somit habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Sehr lesenswert! 

Hier gibt’s das Buch!


Kristina Temme empfiehlt…
Der kleine Blumenladen am Meer
Rosanna Ley

Seit vielen Jahren hat Colette ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter die in Frankreich auf einer kleinen Insel wohnt. Als sie in England die Nachricht erreicht, das ihre Mutter schwer erkrankt ist, reist sie in die Bretagne um ihr beizustehen.
Schnell findet sie sich wieder in ihrer alten Heimat ein, trifft alte Freunde, gewinnt neue und übernimmt sehr zum Missfallen ihres Freundes den Blumenladen ihrer Mutter.

Man liest sich schnell in die Familiengeschichte ein, die aus der Sicht von verschiedenen Mitgliedern geschrieben ist. Ein bisschen Liebe, Familiendrama und schöne Landschaftsbilder, ein schöner Sommer Roman.

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Die Optimisten
Rebecca Makkai

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen.
Mitte der 1980er Jahre erkranken die ersten – zumeist – homosexuellen Menschen an Aids.
Der Freundeskreis um Yale und Fiona – die erzählenden Personen in diesem Roman – wird kleiner.
Alles ist im Unklaren, woher kommt die Krankheit, wie kann sie behandelt werden. Welches Krankenhaus nimmt die Patienten auf?
Es geht in diesem Roman aber auch um die Künstlerszene. Fionas Großtante studierte in den 1920er Jahren in Paris und stand u.a. für Modigliani Modell.
Sie besitzt viele Skizzen der Künstler.
2015 sucht Fiona nach ihrer Tochter. Das Verhältnis zwischen den beiden ist von jeher nicht gut.
Zeitgleich mit der Geburt erlag im selben Krankenhaus Yale seiner Aidserkrankung und Fiona war zutiefst erschüttert.
Sie hat einen Hinweis bekommen, dass ihre Tochter in Paris lebt, mittlerweile selber Mutter eines Mädchens. Dort trifft sie auf alte Freunde aus Chicago.
 
Diesen 600 Seiten starken Roman habe ich ausgesprochen gern gelesen. Ich erinnerte mich beim lesen noch  ganz genau wie die Infizierten stigmatisiert wurden.
Tolles Buch!

Hier gibt’s das Buch!


Nadine Bihlmayer empfiehlt …
Hör mir zu, auch wenn ich schweige
Abbie Greaves

Frank hat seit sechs Monaten nicht mehr mit seiner Frau Maggie gesprochen.

Maggie kennt den Grund für sein verstummen nicht. Erst als Maggie ins Krankenhaus kommt und im Koma liegt, beginnt Frank die Geheimnisse zu enthüllen.

Das Buch hat mich sehr gepackt, ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem Verstummen steckt.

 

Hier gibts das Buch!


Bettina Gehle empfiehlt…
Sabrina Janesch
Die goldene Stadt

In den Geschichtsbüchern wird der Amerikaner Hiram Bingham als Entdecker von Machu Picchu im Jahre 1911 geführt.

Sabrina Janesch belehrt uns eines Besseren.

In ihrem mit viel Einfühlungsvermögen erzählten Abenteuerroman erfahren wir, dass bereits 1887 der deutsche Rudolph August Berns die goldene Stadt gesucht und wohl auch gefunden hat….

Ein faktenbasierter Roman: zum Staunen, zum Lachen, zum Reisen – für abenteuerlustige Leserinnen und abenteuerlustige Leser.

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Vardo – Nach dem Sturm
Kiran Millwood Hargrave

Ein an Norwegens einsamer Nordküste spielender Hexenroman.
So gut erzählt! Starke Frauen, unerbittliche Kirchenmänner – toll!!!

Hier gibt’s das Buch!


Manuela Ronning empfiehlt …
Die verlorene Frau
Emily Gunnis

Der neue Roman von Emily Gunnis handelt von einer Familientragödie, die ihren Anfang 1960 nahm. Damals war Rebecca 13 Jahre alt und lebte mit ihrer verängstigten Mutter und ihrem vom Krieg traumatisierten und gewalttätigen Vater. In einer Sturmnacht kommen beide Eltern ums Leben. Als Rebecca erwachsen ist und ein Kind bekommt leidet sie nach der Geburt unter einer schweren postnatalen Psychose und das passiert auch ihrer Tochter als diese ihr Kind bekommt.
Sehr spannend schreibt Gunnis von tragischen Familiengeheimnissen und die Auswirkungen auf die folgenden Generationen. Auch in diesem Roman beschreibt sie die Zustände in englischen psychiatrischen Einrichtungen nach dem Krieg.
 
Ein fesselnder Schmöker! Für Leser von Kate Morton und Fans englischer Geschichten.
 

Hier gibts das Buch!


Nadine Bihlmayer empfiehlt …
Offene See
Benjamin Myers

Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt.

Eine total schöne ruhige Geschichte mit einer tollen Sprache und vielen Landschaftseindrücken. Dieses Buch findet Anhang bei einer breiten Leserschicht, egal ob für Frau oder Mann oder alt bzw. jung.

 

Hier gibts das Buch!


Julia Sandmann empfiehlt…
Anne Freytag
Das Gegenteil von Hasen

Eines Tages wird Julias Laptop geklaut und Texte aus ihrem geheimen Tagebuch-Blog veröffentlicht, wo sie all ihre Gedanken niedergeschrieben hat. Nicht nur für sie eine Katastrophe, sondern auch für viele, über die sie geschrieben hat.

Ein Jugendroman, der alles enthält, was mit 17 eine Rolle spielt. Vor allem geht es um Mobbing, darum, wie schwierig es ist, man selbst zu sein und wie sehr Menschen sich verstellen, um anderen zu gefallen. Und dass sie dabei Dinge tun, die sie eigentlich gar nicht wollen oder für richtig halten.

Eine sehr menschliche Geschichte über die Probleme des Erwachsenwerdens, aber auch über die nicht perfekten erwachsenen Eltern.

Hier gibt’s das Buch!


Bettina Gehle empfiehlt…
Ingrid Kaltenegger
Das Glück ist ein Vogerl

Der Franz, der lieber Rockstar als Musiklehrer geworden wäre, sieht sich plötzlich mit einem Geist konfrontiert.
Die Linn findet ihre Erleuchtung beim Lebenshilfeseminar ›The Elevator to Heaven‹ und die Julie hat so richtigen Krach mit ihrer besten Freundin und ist zum ersten Mal verliebt…

…also eine ganz normale Familie in der ›Midlife Crisis‹.

Herzerfrischend, klug und mit viel österreichischem Schmäh.

Ein absolutes Lieblingsbuch!

Hier gibt’s das Buch!


Nadine Bihlmayer empfiehlt …
PANDATAGE
James Gould-Bourn

Ein Glückspilz war Danny noch nie, doch leider wird alles noch schlimmer, seine Frau stirbt bei einem Autounfall, sein Sohn redet seitdem nicht mehr.
Außerdem droht der Vermieter ihm mit der Kündigung und zu allerletzt verliert er auch noch seinen Job.
Er kauft sich von seinem letzten Geld ein Pandakostüm und tritt damit als Straßenkünstler auf. Erst macht er sich total lächerlich, doch dann trifft der Sohn auf ›den Panda‹ und dieser fängt an mit ihm zu reden.
Eine sehr warmherzige, dennoch aber auch teils witzige Papa/Sohn Geschichte. Man schließt die beiden sofort in sein Herz.

Hier gibts das Buch!


Christina Risken empfiehlt …
Das Freu
Karl Olsberg

Mafalda ist nicht wirklich glücklich – ihr Vater ist ständig unterwegs in seinem  Job und sie muss mit ihrer schrecklichen Stiefmutter und deren Sohn zu Hause brav sein. 

Grade als sie einen mysteriösen Garten  in der Nachbarschaft entdeckt, möchte ihre Familie sie in virtuelle Welten locken: mit der Fortunator Brille kreiert jeder sich eine Fantasie Welt, in  der alles möglich ist. Mafalda durchblickt schnell, wie künstlich und kurzfristig das so kreierte Glücksgefühl ist. Dann entdeckt sie im Nachbar- garten ein mysteriöses Lebewesen – das Freu. Es scheint schon lange dort.

Zu leben, seine Gestalt zu wandeln und die Menschen wahrhaft glücklich zu machen. Mafalda beginnt für das Glück in der Wirklichkeit zu kämpfen.

Ein tolles Jugendbuch, das sich fantasievoll dem Thema Flucht in virtuelle Welten widmet. Spannend und vielschichtig, für LeserInnen von 11–14. 

Hier gibts das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Frankly in Love
David Yoon

Frank liebt Joy. Joy liebt Frank. Das erzählen sie jedenfalls ihren Eltern. Als Sohn koreanischer Einwanderer in Kalifornien lebt Frank Li zwischen zwei Welten. Obwohl er fast kein Koreanisch spricht, respektiert er seine Eltern, die ihm alles ermöglicht haben. Doch auch Koreaner können rassistisch sein. Das behauptet Frank jedenfalls, er darf nämlich nur ein koreanisches Mädchen „daten“. Als Frank
sich in Brit verliebt, ein weißes Mädchen, schließt er mit seiner Kindheitsfreundin Joy einen Pakt: Sie werden ein offizielles Paar, während sie heimlich jemand anderen treffen. Was soll da schon schiefgehen? Doch als Franks Leben eine unerwartete Wendung nimmt, merkt er, dass er rein gar nichts verstanden hat: weder die Liebe noch sich selbst.

Das Buch hat mir auch aufgrund des erfrischenden Sprachstils sehr gut gefallen.

Hier gibt’s das Buch!


Manuela Ronning empfiehlt …
Angstphase – Sachbuch
Antonia Wille

Antonia Wille, Jahrgang 1986 ist freie Journalistin und Bloggerin und beschreibt wie sie mit ihrer Angststörung umgeht.

Im Fokus steht die Akzeptanz der eigenen Angst und ein freundschaftlicher Umgang mit ihr. Das Buch regt zum Nachdenken an, die Autorin ermutigt dazu, offen über die eigene ›Schwäche‹ (die auch gleichzeitig eine enorme Stärke ist) zu sprechen und auf die eigenen Grenzen zu achten.

Die Autorin ist authentisch, so dass das Buch für Betroffene und auch für Interessierte ein Glücksgriff sein kann. Keine Belehrungen, sondern eigene Erfahrungen gekonnt beschrieben!

Hier gibts das Buch!


Bettina Gehle empfiehlt…
Tschudi
Mariam Kühsel-Hussaini

Hugo von Tschudi, eine herausragende Persönlichkeit seiner Zeit, war von 1896-1907 Direktor an der heiligsten Stätte deutscher Kunst, der Nationalgalerie in Berlin. Ihm verdanken die Deutschen ihre erste Begegnung mit den grossen frz. Impressionisten und ihren Farbexplosionen….

Ein unglaublich faszinierendes Buch in dem das Berlin der Jahrhundertwende zum Leben erweckt wird.

So farbenfroh die Bilder, so bildhaft die Sprache.

Auch als Hörbuch ein sinnlicher Genuss!

Hier gibt’s das Buch!


Nadine Bihlmayer empfiehlt …
Nicht weg und nicht da
Anne Freytag

Nach dem Tod ihres Bruders macht Luise eine radikalen Schritt, sie macht eine Therapie. Sie lernt im Treppenhaus des Therapiegebäudes Jakob kennen. Er ist sofort fasziniert von ihr, doch Luise hält Abstand, bis sie an ihrem 16. Geburtstag eine E-Mail von ihrem toten Bruder bekommt – die erste von vielen. Mit diesen Nachrichten aus der Zwischenwelt und Jakob, gelingt es ihr das Glitzern des Lebens wiederzufinden…

Auch mit diesem Buch hat Anne Freytag wieder einen Volltreffer bei mir gelandet. Sie ist eine tolle Autorin, bisher hat mir jedes (!) Buch von ihr gefallen. Es ist eine tolle Geschichte, bei der man zum Nachdenken kommt, was im Leben wirklich wichtig ist.

Hier gibts das Buch!


Christina Risken empfiehlt …
Die Wälder
Melanie Raabe

Die junge Ärztin Nina wird tragisch an ihre Herkunft erinnert: ihr bester Freund Tim ist tot. Er war anscheinend einem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit auf der Spur. Nina sieht sich gezwungen, den Hinweisen Tims, die er noch sammeln konnte, nachzugehen. Da schlummert ein dunkles Geheimnis in den Wäldern des Heimatorts ….

Bewährte Spannung von einer, die großartig psychologisch dicht erzählen kann.

Volltreffer!

Hier gibts das Buch!


Bettina Gehle empfiehlt…
Dear Oxbridge
Nele Pollatschek

Oxbridge – steht für die beiden englischen Universitäten Oxford und Cambridge
Insiderbericht aus den Elite-Universitäten Cambridge und Oxford und Liebesbrief an ein eigensinniges Stück Europa: Nele Pollatschek analysiert klug, komisch und wütend eine turbulente Liebesbeziehung zu einer verwirrenden Insel.

Als sie am 23. Juni 2016 nach Oxford unterwegs ist, wo sie jahrelang studiert hat, ahnt sie nicht, dass sie am nächsten Tag zum Brexit Profiteur wider Willen werden wird. Über Nacht löst sich wegen des Währungszerfalls ihr Studienschuldenberg fast in Luft auf – gleichzeitig aber durchlebt sie den Schock ihres Lebens: Die Briten wollen mit Europäern wie ihr nichts mehr zu tun haben. Wenn jemand eine Obsession hat, dann ist es schwer, ihn davon abzubringen. In Nele Pollatscheks Fall heißt die Obsession seit ihrer Jugend Oxbridge. Nichts konnte sie abhalten, dort hinzukommen, wo ihre Helden, die mitunter exzentrischen englischen Geistesriesen, studierten. Irrsinnige Anstrengungen nimmt sie auf sich, um dorthin vorzudringen.

Gerade denkt sie, sie gehöre dazu – da erfolgt dieser Schlag.

Wie jede verstoßene Geliebte geht Nele Pollatschek in ihrem Abschiedsbrief an England der Frage nach, wie es zum Bruch kommen konnte.

Spritzig und kurzweilig geschrieben, dabei sehr informativ.

Ergänzungsbuch zu Annette Ditterts „London Calling“, vor allem auch was für jüngere Leser/Studenten.

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt…
Die Lehren des Schuldirektors George Harpole J. L. Carr

England in den 1960er Jahren: Der junge Grundschullehrer George Harpole wurde überraschend zum vorübergehenden Ersatz des abwesenden Schuldirektors ernannt. Er versucht, Neuerungen im Sinne der Schüler durchzusetzen, die im Widerstreit zu einem erstarrten Bildungssystem stehen. Das ruft Widerstand hervor.

Carr erzählt uns auf Basis von Briefen, Tagebucheinträgen und einem sehr kritischen Mittelsmann von den Querelen, denen der motivierte Lehrer begegnet . Sein Scheitern wird von Anfang an angekündigt – aber der Weg dahin wird packend erzählt. 

Enorm,  wie ein in den 70ern geschriebenes Buch so frisch und aktuell wirken kann und – leider – manche Parallelen zu heutigen Strukturen aufzuweisen vermag.

Literarisch anspruchsvoll und zugleich lesbar – ein Lese-Vergnügen! 

Hier gibt’s das Buch!


Ellen Elbracht empfiehlt…
Das Evangelium der Aale
Patrik Svensson

Das Rätsel des Aals wird zum Echo der Fragen jedes Menschen: 

Woher komme ich? Wohin bin ich unterwegs? 

Nie in seiner Kindheit war Patrik Svensson seinem Vater so nah wie beim Aalfischen. Als Erwachsener stellt er fest: Der Erinnerung an seinen Vater kommt er nicht auf die Spur, ohne nach dem Fisch zu suchen, der sie miteinander verband – und über den wir bis heute erstaunlich wenig wissen. Poetisch und spannend entwirft Svensson eine Natur- und Kulturgeschichte der Aale, von Aristoteles und Sigmund Freud über Günter Grass bis zu Rachel Carson, und verbindet sie mit seiner persönlichen Geschichte. Auf verschlungenen Wegen wird das Rätsel des Aals zum Bild für das Leben selbst. Und Das Evangelium der Aale zu einer großen, umwerfenden Erzählung über ein sonderbares Tier und ein Leben auf der Suche.

Ich wollte es eigentlich nur querlesen um einen Eindruck zu bekommen.

Das hat der Text aber nicht mit sich machen lassen.

Genau wie der Aal hat dieses Buch einen eigenen Willen.
Ich habe ein unterschätztes, extrem interessantes Tier kennengelernt.
Dafür ein herzliches Dankeschön an Herrn Svensson und der Hanser Verlag!

Hier gibt’s das Buch!


Christina Risken empfiehlt …
Luftpiraten
Markus Orths

Luftpiraten sind böse und streitsüchtig. Der Lehrer Adiaba weiß das, es ist sein Job   die Jungen Piraten dazu zu bringen zu poltern und zu wüten um blitzen zu können. Doch als ihm unverhofft ein außergewöhnlich sanftes Kind per Luftpost zugestellt wird, setzt er alles daran, dieses besondere Kind zu schützen. Er verstößt damit gegen ein System, das solche Außenseiter nicht duldet. In der Not finden ein paar Exoten zueinander – und kämpfen mit vereinten Kräften.

Tolle Idee, rasant und sympathisch erzählt. Mal ein super Buch ab 9/10 Jahren, das Jungs abholt. Weil auch ein taffes Mädchen dabei ist eignet es sich auch für unerschrockene Piratinnen! Zunehmend werden mehr Themen eingebunden: Individualität, Totalitäres Denken, Freundschaft und der Unsinn des Streitens.

Toll, Orths ist ein prima Erzähler für Jung und Alt!

Hier gibts das Buch!


Nadine Bihlmayer empfiehlt …
Freischwimmen
Adam Baron

Cym ist noch nie geschwommen – kein einziges Mal. Kein Wunder, dass ihn die Aussicht auf den ersten Schwimmunterricht in der Schule nervös macht. Andererseits – wie schwer kann das schon sein? Cym trägt schließlich die Badeshorts seines Vaters. Leichtherzig lässt er sich zu einem Wettkampf gegen seinen Widersacher hinreißen. Dass Cym dabei fast ertrinkt, hätte niemand erwartet. Dass der Unfall eine Familienkrise auslöst, erst recht nicht. Cym muss einer Wahrheit auf die Spur kommen, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Doch das Beste ist, dass er dadurch echte Freunde gewinnt.

Eine wunderschöne, emotionale Suche nach der Wahrheit, für Kinder ebenso wie für Erwachsene lesenswert.

Hier gibts das Buch!


Manuela Ronning empfiehlt …
Die andere Welt
Julie Cohen

Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: Ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen?

Einfühlsam erkundet die Autorin in ihrem vielschichtigen Roman wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt. Schon ihr erster Roman ”Das geheime Glück“ war ungewöhnlich. Auch diesem Roman liegt eine sehr gute Idee zugrunde. Sehr lesenswert! 

Hier gibts das Buch!


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